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UX-optimierte Texte können sowohl die Conversion Rate als auch die Customer Experience verbessern. Das ist einer der Gründe warum Unternehmen, UX-Agenturen und Softwarehäuser derzeit Zuwachs bekommen:

Der UX-Texter – auch UX-Writer oder UX-Copywriter genannt – übernimmt bestimmte Aufgaben des Teams und entlastet es. Team-Mitglieder wie UX-Designer, Usability-Tester und UX-Lead können sich mehr auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren als sich mit „dem Schreiben“ aufzuhalten.

Die Hauptaufgabe des UX-Texters ist es aber, seine Expertise schon früh in die User Experience Evaluierung einzubringen. So können Sprache, Informationen und Botschaften schon in Konzepte einfließen bevor sie getestet werden.

1. Conversion Rate verbessern

Texte können direkten Einfluss auf die Conversion Rate haben. Oft sind es wenig beachtete Textteile die das Zünglein an der Wage sein können. Ein schönes Beispiel ist der 3-Millionen-Dollar-Button. Aber im Bereich der Microcopy gibt es viele Schrauben die man anziehen kann – und die zum Ziel führen. Entscheidend hierbei ist, dass die UX-Texte iterativ zum Einsatz – sie also bis zur Perfektion wiederholend getestet werden.

2. Customer Experience erhöhen

Auch in puncto Customer Experience kommt es auf Nutzertests an, aber auch darauf, wie man insgesamt mit dem Nutzer, beziehungsweise dem Kunden spricht. „Voice and Tone Design“ ist das Stichwort. Damit ist die Sprache gemeint, mit der das Produkt mit dem Kunden kommuniziert. Der UX-Texter stellt sich die Website oder App als Charakter, als Person vor. Das macht die Beziehung zwischen Mensch und System natürlicher und reibungsloser – und somit wird sie auch positiver empfunden.

3. Bessere Prototypen

Egal ob perfekt designte Klick-Dummies oder low-fidelity Prototypen auf Papier, je mehr durchdachter Text vorhanden ist, desto authentischer ist das Testing. Headlines, CTAs, FAQs und ähnliches, die noch mit „lorum ipsum“-Platzhalter befüllt sind, können den User verwirren und das Ergebnis verfälschen.

4. Menschliche Bots und Assistenten

Alexa, Google Home, IBM Watson – je menschlicher Voice User Interfaces und Chatbots klingen, desto mehr Arbeit steckt in ihnen. Dank intelligenten Antwort-Variationen und etwas Humor macht der Dialogdesigner (aka UX-Texter) die Maschine authentischer. Außerdem kann er Nutzer begeistern und sie zum Handeln bewegen. Und, die spezifische Tonalität verleiht dem Bot seinen Marken-Charakter. So dass er genau so spricht, wie der Nutzer es von der Website und den TV-Spots der Marke kennt – zum Beispiel der Bank oder der Automarke.

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HEL aus „2001: Odyssee im Weltraum“ ist nicht nur intelligent: er spricht und handelt wie ein fühlendes Wesen.

5. UX-Team bekommt mehr Zeit fürs Wesentliche

Buttons, Fehlermeldungen, Tooltipps, Content, Tutorials und vieles mehr – der UX-Texter schreibt alles was nicht zu den eigentlichen Aufgaben der anderen Mitglieder des UX-Teams gehört. Außerdem kann er auch konzeptionelle Texte für das Team schreiben, oder helfen sie „glatt zu ziehen“ – zum Beispiel Personas, Nutzerszenarien oder Storyboards.

6. User Experience im Unternehmen kommunizieren

Die nutzerzentrierte Gestaltung ist nicht immer fester Teil der Unternehmensprozesse – und die UX-Teams haben zu weilen um Ihren Stand innerhalb von Unternehmen zu kämpfen. Einige UX-Teams nutzen Kommunikationsmaßnahmen, um Ihre Arbeit transparent zu machen. Ein UX-Texter kann auch in puncto Unternehmenskommunikation helfen und Texte für Intranet, Plakate, Events oder Newsletter schreiben.

7. Styleguide beachten, optimieren, schreiben

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich viele Styleguides zu wenig mit dem Thema Text beschäftigen. Es reicht meiner Meinung nach nicht aus die Tonalität in zwei bis drei Sätzen zu beschreiben und ein paar NO-GOs aufzuführen. Auch müssen Styleguides aktuell gehalten werden. Während der Arbeit an interaktiven Systemen, kann der UX-Texter Regeln und Beispiele sammeln, um ein Texthandbuch zu schreiben, für das Produkt – und als Ergänzung der gesamten Corporate Language.